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Zivilcourage bekommt eine immer größere Bedeutung  – vor allem im öffentlichen Raum. Die Presse und Nachrichtensender berichten immer häufiger von Gewaltverbrechen in U-Bahnstationen.

Wir haben uns mit diesem Thema in unserem Projekt 2 Minuten auseinander gesetzt.

2 Minuten, benötigt ein Mensch um in einer Gewaltsituation einzugreifen*. Dabei läuft in jedem von uns unterbewusst ein Entscheidungsprozess ab, in dem wir Kosten und Nutzen unseres Tuns abwiegen.

Die Rauminstallation greift dieses Thema auf. Wie handeln wir, wenn wir einen Gewaltangriff miterleben? Greift man ein oder sieht man weg? Sind die Fragen, die wir durch die Rauminstallation dem Benutzer näher bringen wollen.

Die Besucher erleben eine unmittelbare, intensive Konfliktsituation im öffentlichen Raum, während derer sie die Möglichkeit haben, entweder „aktiv“ einzugreifen, um den Konflikt zu lösen, oder passiv zu bleiben, und den Konfliktausgang somit nicht weiter beeinflussen zu können. Der daraus entstandene Entscheidungsprozess und die vorgegebenen Eingriffsmöglichkeiten sollen dem Besucher sein eigenes Verhalten in Konfliktsituationen im öffentlichen Raum widerspiegeln und im besten Fall eine Reflektion darüber auslösen.