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"Virtualität ist die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen."

Virtual Me – The Human Creator beschäftigt sich mit dem Wesen des virtuellen Körpers und dessen Erschaffung.
Der Begriff des virtuellen Körpers wird zwar stark mit der heutigen Zeit des Computerzeitalters assoziiert, gehört aber elementar zu bisher jeder vom Menschen hervorgebrachten Kultur der Darstellung. So hat der Mensch schon immer das Maximum seiner technischen Möglichkeit dazu verwendet den Körper in künstlicher Weise zu interpretieren, idealisieren und spielerisch zu erschaffen.
Diese künstlerisch zu verstehende Installation sensibilisiert den User mit pregnanter Ästhetik für den durch die fortgeschrittene technisierung immer schneller stattfindenden Paradigmenwechsel im körperlichen Selbstverständnis des Menschen.

Virtual meets physical

Der statische Torso einer Schaufensterpuppe wird durch darauf projezierte Körper zum scheinbaren Leben erweckt. Die Puppe beginnt zu atmen und durchläuft in ihrer Darstellung verschieden Phasen der Virtualität.
Hierzu gehören sowohl die lehmbeschmierten Körper der Urvölker als auch die idealisierten Statuen den Antike.
Der User kann diese Phasen durch Berührung unterscheidlich auf der Puppe anordnen und wird dadurch zum stellvertretenden Erschaffer der Darstellungskultur.
Spass, Spannung und Erkenntnis liegen im Entdecken von verschiedenen Geheimnissen, die sich bei richtiger Phasenkonstellation preisgeben.

Die Technik

Unter der Puppenhaut angebrachte Lichtsensoren registrieren eine Berührung an verschiedenen Körperstellen und lösen dementsprechende Veränderungen der Darstellung aus.

Kooperation

Das Projekt entstand aus einem gemeinsamen Workshop mit der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Stuttgart.
Simon Løvind führte die Studenten in den Umgang mit sensorgesteuerten Microcontrollern ein.