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VIBRATIONS versetzt den Spieler im Rahmen einer interaktiven
Installation in die Lage, auf einfache Weise zu musizieren. Sein Körper erzeugt Noten und  Bilder zugleich. Der Spieler kreiert damit eine Welt, in die er selbst  und  andere Besucher eintauchen können.

Emotionen über Klänge oder Musik auszudrücken, ist einfach. Zumindest wenn man ein Instrument beherrscht. Doch
ein Instrument zu erlernen kann ein langer und  bisweilen anstrengender Prozess sein, der unter anderem Zeit und Disziplin erfordert. Wäre es einfacher, zu musizieren, könnten mehr Menschen ihren Ausdruck in musikalischer und  bildlich- künsterlischer Richtung erfahren und  entwickeln.

Die Reise des Besuchers beginnt zunächst jedoch in einer passiveren Rolle - in der eines  Zuschauers. Er betritt die Installation von der Rückseite. Abstrakte Grafiken  auf den Projektionsflächen und  diffuse Klänge geben dem Spieler einen unklaren Vorgeschmack auf das, was ihn erwartet. Nur weiche Lichtkegel im dunklen Raum bieten konkrete Anhaltspunkte. Sie führen zum Spielbereich, einer wabenartigen Fläche, auf
der gegenüberliegenden Seite des Eingangs. Auf seinem Weg um die fragmentierten Projektionsflächen verschieben diese
sich und  das Bild bleibt  stets unvollständig. Erst wenn er in den Spielbereich tritt, schließt sich die Projektionsfläche vor seinen Augen. Das Spiel kann beginnen. Die abstrakten Gebilde, die auf den äußeren Leinwänden gefangen waren, stürzen in die Mitte und  verbinden sich zu einer Kugel. Dazu kommen zwei kleine weiße Punkte, die leicht pulsieren. Wenn der Spieler seine
Hände nach  ihnen ausstreckt und  sie berührt, erklingen Töne und  die Kugel beginnt zu leben, wird farbig  und  verformt sich.

VIBRATIONS erlaubt es, sich mit minimalen Mitteln, künstlerisch, vor allem  musikalisch, auszudrücken. Die Energie entspringt dabei in der Gefühlswelt des Spielers.

Nicht nachdenken. Fühlen.